Erektionsmechanismus

 

Um zu verstehen wie der Erektionsmechanismus des Penis erfolgt, müssen wir die Vorgänge dahinter kennenlernen. Zunächst muss das Gehirn verschiedenen Sinnesreizen ausgesetzt sein. Darunter zählen sexuelle Reize, die durch das Sehen, Riechen, Hören, Berühren oder durch Fantasien wahrgenommen werden. Diese fördern die Libido und Erektion. Hinzu kommen Botenstoffe (cGMP), die aktiviert werden. Diese werden zusammen mit Signalen vom Nervensystem vom Gehirn über das Rückenmark in den Genitalbereich geleitet.

Der Botenstoff cGMP verursacht eine Entspannung der glatten Muskulatur der Schwellkörper und eine Erweiterung der zuführenden Blutgefäße im Penis. Dabei kann man den Schwellkörper (Corpora cavernosa) mit einem Schwamm vergleichen, da er aus vielen kleinen Kammern besteht, die miteinander verbunden sind. Im nicht erregtem Zustand und schlaffen Zustand beinhalten die Kämmer wenig Blut. In den Schwellkörpern verlaufen versorgende Blutgefäße. Im schlaffen Zustand sind diese versorgenden Adern verengt (sozusagen in einem Krampfzustand), sodass das Blut praktisch direkt durch die Blut abführenden Gefäße, die innen in der dicken elastischen Wand der Schwellkörper liegen, abgeführt wird.

Wird jedoch der Mann sexuell erregt, weiten sich die Blutgefäße, die durch den Schwellkörper verlaufen und das Blut, das durch den Penis gepumpt wird, steigt an. Dies lässt die Schwellkörper, wie der Name schon sagt, so weit anschwellen, dass die Blut abführenden Venen verengt werden und diese kein Blut mehr abtransportieren können. Zur Folge entsteht eine für den Geschlechtsverkehr ausreichend andauernde Erektion, die durch das gestaute Blut entstanden ist.

Funktioniert dieser komplexe Mechanismus mit all seinen Komponenten nicht zu 100%, so kann eine Erektionsstörung auftreten. Man spricht dann von einer erektilen Dysfunktion, wenn die nötige Steifheit um den Geschlechtsverkehr zu vollziehen nicht erreicht oder erhalten werden kann.